Cremiges Khmer Curry
Erst vor Kurzem waren wir bei unserem Asien-Trip auch in Kambodscha und haben dort mehrmals Amok, das Nationalgericht dieses Landes, gegessen. Wir lieben dieses Curry und wollen euch heute unsere Version vorstellen.
Wir haben natürlich die traditionellen Gewürze (kambodschanisches Currypulver, Palmzucker und Kampot Pfeffer) von dort mitgebracht. Aber es gibt auch ganz gute Alternativen, die wir euch empfehlen können.
Das Essen in Kambodscha ist im Allgemeinen weniger scharf als in Thailand und süßer. Viele Rezepte erfordern mindestens einen Esslöffel Palmzucker (oder noch mehr). Die verwendeten Gewürze stammen meist aus Indien wie Kardamom und Zimt. Kurkuma ist weit verbreitet, Ingwer und Galgant auch.

Amok bedeutet ‚Dämpfen eines Currys im Bananenblatt’ mit einer Gewürzmischung aus Galgant, Zimt, Knoblauch, Zitronengras, Pfeffer, Kaffir-Limette und Schalotten. Es wird normalerweise mit zerkleinertem Fisch oder Huhn gedämpft. Aber es wird auch gerne nur Tofu verwendet. Wir haben leider keine Palmblätter zum Dämpfen, aber ein entsprechender Topf mit Deckel funktioniert genauso gut.

Das milde Khmer-Curry unbedingt mit gutem Pfeffer zubereiten
Im Vergleich zu meistens sehr scharfen Currys aus Thailand ist Amok aus Kambodscha eher mild, mit viel Zimt. Zu jedem guten Amok gehört in jedem Fall auch ein guter Pfeffer. Dass man da in Kambodscha Kampot Pfeffer verwendet, ist naheliegend. Angeblich der beste Pfeffer der Welt.
Galgant – der andere Ingwer
Galgant ist eine Wurzelknolle, die eng mit Ingwer verwandt ist und in der südostasiatischen Küche häufig verwendet wird. Er gehört zur Familie der Ingwergewächse und zeichnet sich durch seinen starken, würzigen Geschmack aus, der etwas an eine Mischung aus Ingwer und Pfeffer erinnert.
In der Küche wird Galangal frisch, getrocknet oder pulverisiert verwendet. Er ist eine wichtige Zutat in vielen traditionellen Gerichten wie Currypasten, Suppen (wie der bekannten thailändischen Tom Kha Gai) und anderen Gewürzmischungen.

Tipp Palmzucker: In Kambodscha und Vietnam kann es oft bei herzhaften Gerichten nicht süß genug sein. Zucker-Palmen wachsen an jeder Ecke. Kein Wunder, dass er so beliebt ist.
Palmzucker – die Herstellung
Wir waren bei der Palmzucker Produktion live dabei!
Palmzucker ist aufgrund seines charakteristischen, leicht karamellartigen Geschmacks und seiner weniger verarbeiteten Natur eine beliebte Alternative zu raffiniertem Zucker in vielen asiatischen Ländern und wird zunehmend auch in westlichen Ländern populär.
Zuerst wird der Saft aus den Blütenständen der Palme gesammelt. Keine leichte Aufgabe! Dazu schneidet ein Arbeiter die Spitze des Blütenstandes an und hängt einen Behälter darunter, um den tropfenden Saft aufzufangen. Und das in schwindelerregender Höhe!



Die besten Karamell-Zuckerl der Welt
Durch das Kochen verdampft das Wasser im Saft, und er beginnt einzudicken. Sobald der Saft zu einer sirupartigen Konsistenz eingedickt ist, wird er weiter erhitzt, bis er anfängt zu kristallisieren.

Kambodschanisches Nationalgericht
Vegetarisches Amok ist eine leckere Variante des klassischen kambodschanischen Gerichts, bei dem Fisch in einer aromatischen Kokos-Curry-Sauce gegart wird. Es verwendet Tofu als Ersatz für Fisch. Hier ist nun unser Rezept für euch.

Kambodschanisches Amok Rezept und ein besonderer Buchtipp
Wir lieben es, die Welt zu bereisen und neue kulinarische Abenteuer zu erleben.
Doch bevor wir uns in die Küche stürzen, möchten wir euch noch auf ein wunderbares Kinderbuch hinweisen, das perfekt für kleine Abenteurer ist: „Franzz in geheimer Mission„.

Franzz in geheimer Mission ist ein spannendes und liebevoll geschriebenes Buch, das die Abenteuerlust und Neugier von Kindern fördert. Franzz begibt sich auf eine geheime Mission, die sowohl spannend, lustig als auch lehrreich ist.

Auch wir gehen gerne auf Reisen und erforschen unbekannte Orte. Dabei entdecken wir nicht nur neue Landschaften, sondern auch aufregende Gerichte, wie eben das kambodschanische Amok.
Probiert es unbedingt aus, es ist wirklich fantastisch!

Und falls ihr noch ein anderes Curry kochen wollt, dann empfehlen wir euch unser unglaubliches Tikka Masala, das wir in Singapur in einem Food Hawker Center gegessen haben.
Vegetarisches Amok aus Kambodscha

Das Rezept kombiniert die cremige Süße der Kokosmilch und Palmzucker mit der Würze des roten Currypulvers zu einem fantastischen Gericht.
Zutaten
- 250 g fester Tofu, in Würfel geschnitten
- 250 g braune Champignons
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 roter Paprika, in dünne Streifen geschnitten
- 200 ml Kokosmilch
- 2 EL Curry aus Kambodscha (Alternative: normales rotes Currypulver oder rote Currypaste und zusätzlich einen halben Teelöffel Zimt dazugeben)
- 1 TL Galgant gerieben oder ½ Teelöffel Galgantpulver (Alternative: Ingwer)
- 1 EL Palmzucker (Alternative: brauner Zucker)
- 1 EL Sojasauce (statt Fischsauce)
- ½ TL Kampot Pfeffer (Alternative: normaler Pfeffer)
- 1 TL Salz
- 2 Kaffir-Limettenblätter, fein geschnitten (Alternative: etwas Limettensaft und Schale fein gerieben)
- 1 Handvoll Spinat
- 1 kleiner Bund Koriander oder Basilikum, zum Garnieren
- 1 EL Erdnussöl (oder ein anderes Pflanzenöl)
Anweisungen
- Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu und Pilze bei mittlerer Hitze anbraten, bis alles rundherum goldbraun ist. Dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
- In derselben Pfanne die fein gewürfelte Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze braten, bis sie aromatisch duften. Currypulver dazugeben und kurz mitbraten. Die Kokosmilch, geriebenen Galgant, Palmzucker, Sojasauce, Salz und Kampot Pfeffer hinzufügen. Umrühren, bis sich alles gut vermischt hat und der Zucker aufgelöst ist.
- Paprika in Streifen schneiden und die Kaffir-Limettenblätter in die Sauce geben und alles etwa 10 Minuten köcheln.
- Den angebratenen Tofu und Pilze zur Sauce hinzugeben und alles weitere 5 Minuten köcheln, damit der Tofu und die Schwammerl die Aromen aufnehmen können.
- Kurz vor dem Servieren den Spinat unterrühren. Das vegetarische Amok in Schalen füllen, mit frischem Koriander oder Thai-Basilikum garnieren und heiß mit Jasminreis servieren.
