Ein Topf voller Aromen: heute möchten wir euch unser afrikanisches Stew vorstellen. Wir finden, es ist ein Essen, das wärmt, sättigt und erdet.
Im Sommer 2025 haben wir Zentralafrika besucht und wir waren begeistert von der Küche Sambias. Jeden Tag gab es herrlich bunte Salate mit Brokkoli, roten Rüben, Kraut, Karotten und vielen anderen Gemüsesorten. Viele Gerichte werden in Sambia mit Bohnen und Kürbis zubereitet.
Die vegetarische Küche in Sambia ist sehr vielfältig, da viele traditionelle Gerichte von Natur aus ohne Fleisch sind. Diese basieren oft auf einer Kombination aus Gemüse, Hülsenfrüchten und Erdnüssen und werden typischerweise mit Nshima, einem dicken Maisbrei, serviert.

Typisch für Eintöpfe aus Sambia
Sambische Eintöpfe sind in der Regel eher mild gewürzt, wobei der natürliche Geschmack der Zutaten im Vordergrund steht (ganz im Gegensatz zur indischen Küche, die von den vielen starken Gewürzen geprägt ist).

Vor allem Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten und manchmal etwas Kreuzkümmel oder Cayennepfeffer werden verwendet, um die Aromen zu intensivieren.

Wir kochen heute ein vegetarisches Stew, das wir häufig in Sambia gegessen haben. Dunkles Bier bringen dabei eine malzige, fast karamellartige Note ins Spiel. Bier ersetzt hier Wein und sorgt für Bitterkeit, Säure und Körper zugleich – ideal für eine vegetarische Küche, die trotzdem kraftvoll sein soll.
Die Basis vieler Stews ist schlicht: Zwiebeln, Knoblauch, Chili, oft Tomaten oder Tomatenmark. Dazu kommen Hülsenfrüchte, Süßkartoffeln oder Kürbis. Was das Ganze zusammenhält, ist nicht Obers oder Butter, sondern langes Kochen. In Kombination mit dunklem Bier entsteht ein Geschmack, der zugleich erdig, leicht bitter und würzig ist.

Serviert wird das Stew traditionell mit einfachen Beilagen: Reis, Maisbrei, Brot oder Fladen (keine Kochbananen, denn die sind in Sambia unbekannt).
Ach ja und noch eine Besonderheit in der Küche Sambias, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Kennt ihr Chikanda? Das ist eine einzigartige vegetarische Speise aus gemahlenen wilden Orchideenknollen, Erdnüssen und Chili, die zu einer festen, fleischähnlichen Masse gekocht wird. Schmeckt ungewöhnlich, aber wir haben es sehr gerne zum Frühstück gegessen.

Vegetarisches Stew

Irisches Stew lebt von tiefen Aromen: dunkles Bier und Wurzelgemüse. In der vegetarischen Variante bringen Pilze und Tomatenmark die nötige Herzhaftigkeit. Perfekt für kühle Tage.
Zutaten
- 2 EL Olivenöl
- 1/2 Knolle Sellerie
- 2 Zwiebeln, gehackt
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1-2 EL Mehl
- 2–3 Tassen Gemüsesuppe
- 1-2 Tassen dunkles Bier
- 4-5 Karotten, in Stücke geschnitten
- 2 Pastinaken, in Stücke geschnitten
- 250 g Champignons, geviertelt
- 2 EL Tomatenmark
- 2 Lorbeerblätter
- 2 TL brauner Zucker
- Salz
- schwarzer Pfeffer
Anweisungen
- Gemüse in Würfel schneiden. Öl in einem großen Topf erhitzen. Sellerie, Karotten, Pastinaken, Champignons, Zwiebel und Knoblauch scharf anbraten, bis alles goldbraun ist.
- Mehl über das Gemüse streuen und gut verrühren, 1 Minute anschwitzen. Tomatenmark dazuzugeben.
- Mit Gemüsebrühe und Bier ablöschen, glatt rühren.
- Lorbeerblätter, Zucker, Salz und Pfeffer einrühren.
- Alles aufkochen, dann 30–40 Minuten leise köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Sauce sämig ist.
- Mit Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.
