Selbstgemachte Tagliatelle mit cremiger Zucchinisauce

Wir lieben die italienische Küche. Klar, dass wir uns da unbedingt an selbstgemachte Pasta wagen müssen. Genauer gesagt an Tagliatelle.

Zuvor aber noch ein kleiner Ausflug in die Welt der Pasta: Es gibt Pasta asciutta, das sind getrocknete Nudeln (und nicht die Nudeln mit der Bolognese Sauce!) und Pasta fresca, also frische Nudeln. Es gibt unglaublich viele Nudel-Arten. Angeblich 600 unterschiedliche Pastasorten und es kommen immer neue dazu. Einige dieser „Bandnudeln“ werden in Norditalien meist mit Ei hergestellt – „pasta fresca all’uovo“.

Worin unterscheiden sich eigentlich FettuccineTagliatelle und Pappardelle? Es handelt sich in allen drei Fällen um „pasta fresca„ (frische Eiernudeln) und die Zubereitung des Teiges (Verhältnis: Mehl-Ei) ist die gleiche. Es geht nur um die Breite. Fettuccine (3-5mm) sind schmäler als Taglia­tel­le (5-10mm) und Pappardelle (20-30mm) sind die breitesten.

Nudeln selbst zu machen ist wirklich keine Hexerei. Natürlich braucht ihr Mehl, am besten italienisches Hartweizenmehl vom Typ 00. Hartweizenmehl wird aus Hartweizen (Durum-Weizen) hergestellt. Es hat einen deutlich höheren Proteingehalt (auch Kleber genannt) als Weichweizen. Das feine Weizenmehl vom Typ 405, das es bei uns gibt, kommt dem aber schon sehr nahe.

Noch ein paar Infos zum Mehl, falls ihr schon immer wissen wolltet, worin der Unterschied zwischen griffigen und glatten Mehl besteht. Auf der Verpackung von Mehl ist immer die Type angegeben, ein Maß für den Mineralstoffgehalt des Mehles. Bei Getreide befinden sich die meisten Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe in der äußeren Schale des Korns. Je höher die Typenzahl, umso mehr Schalenbestandteile und umso mehr Vitamine existieren im Mehl.

Für Kuchen wird meist Weizenmehl 405 verwendet. Mehlsorten mit hoher Typenzahl, wie Weizenmehle Type 1700 oder Roggenmehl Type 1740 (das klassische Bäcker-Brotmehl), sind also sehr gesund, lassen sich allerdings schwerer verbacken. Deshalb braucht man für Roggenbrot unbedingt einen Sauerteig, oder Sniif. Mehlsorten mit niedriger Typenzahl fühlt sich fein und weich an und werden daher als „glatt“ bezeichnet.

Vollkornmehle haben keine Typen-Nummer. Sie müssen laut Norm aus den gesamten Bestandteilen der Körner bestehen.

Aber jetzt endlich zur Herstellung: Einfach 500g Mehl mit 5 Eiern verkneten bis ein glatter fester Teig entsteht. Diesen Ausrollen (am besten mit einer Nudelmaschine, aber es geht auch mit einem Nudelholz) und in Streifen schneiden. Diese dann auf Stangen bis zum Kochen aufhängen oder zu Nudelnester drehen (aber Achtung: viel Mehl verwenden, sonst klebt alles zusammen und ihr habt Teigklumpen oder harte Eiernockerl).

Da wir herrliche Zucchini von unseren Freunden geschenkt bekommen haben, kochen wir dazu eine cremige Zucchinisauce mit Frühlingszwiebeln und Erbsen aus unserem Garten. Dazu die Zucchini-Stücke und die Zwiebelringe in Öl anbraten, mit Thymian und Oregano, Salz und Pfeffer würzen und dann Crème fraîche und zerbröckelten Feta unterrühren. Mit getrockneten Tomaten garnieren.

Wir hoffen, ihr habt jetzt auch Lust auf selbstgemachte Pasta bekommen. Uns hat es jedenfalls himmlisch geschmeckt.

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