Fruchtig leichtes Orangen-Topfen-Dessert

Habt ihr schon das richtige Dessert für Ostern? Wie wäre es mit einer leichten und fruchtigen Orangencreme? Besonders nach einem üppigen Hauptgang essen wir gerne etwas erfrischend Säuerliches. Leichter Topfen und Orangen passen da perfekt. 

Statt Mascarpone nehmen wir einfach Topfen und Rahm (saure Sahne). Der Sauerrahm hat statt 80% Fett in der Trockenmasse nur 15%. Der Topfen, je nach Sorte, nur 10%.

Wusstet ihr eigentlich woher der Begriff Topfen kommt? Die Herstellung mit Milchsäurebakterien erfolgte früher in einem speziellen Topf, und daher Topfen.

Das mit den Bezeichnungen für Milcherzeugnisse ist manchmal richtig verwirrend: Unter Rahm versteht man in Österreich immer Sauerrahm, in Nord-Deutschland immer Schlagobers. Auf keine Fälle mit der englischen Sour Cream verwechseln: denn das ist ein fertiger Dip mit Knoblauch.

Lässt man frisch gemolkene Milch einige Zeit stehen, so setzt sich die Sahne oben ab. Mit dieser Sahne, dem besten der Milch, haben Menschen schon seit Urzeiten die unterschiedlichsten Produkte hergestellt. Lässt man dann das Obers länger stehen, so entsteht saurer Rahm.

Und was ist der Unterschied zwischen Sauerrahm und deutschen Schmand? Schmand ist fetter als Sauerrahm (20%-40% FiT) und ähnelt mehr der französischen Créme fraîche (die allerdings nicht wie Schmand ultrahoch erhitzt wird). Crème fraîche wird in der Küche ähnlich wie Rahm verwendet, ihr Vorteil ist aber, dass sie nicht so leicht in heißen Saucen ausflockt wie der Rahm. Dann gibt es noch Crème légère, die nur halb so fett wie die Crème fraîche ist. Und nicht zu vergessen die Crème double, die meist den gleichen Fettgehalt wie Crème fraîche hat, aber aus Süßmilch hergestellt wird. Kaffeesahne ist hingegen chemisch behandelt, um sie haltbar zu machen, daher auch die alternative Bezeichnung Kondensmilch. So, wir hoffen, ihr kennt euch jetzt aus in der weiten Welt der Milchprodukte.

Unsere Orangen-Creme ist zum Glück nicht so kompliziert und lässt sich einfach zubereiten. Wir verwenden frisch gepressten Orangensaft, aus Bio-Orangen, die aus Griechenland, Süd-Peloponnes direkt vom Erzeuger nach Österreich geliefert werden. Ein besonders tolles Aroma bekommt die Creme durch die Zugabe von Vanille und den Abrieb der Orangenschalen. Außerdem lässt sich das Dessert ideal am Vortrag vorbereiten und gekühlt servieren.

Orangen-Topfen-Dessert

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Unsere leichte Orangen-Creme lässt sich einfach zubereiten. Wir verwenden frisch gepressten Orangensaft, aus Bio-Orangen. Ein tolles Aroma bekommt die Creme durch die Zugabe von Vanille und den Abrieb der Orangenschalen. Ideal als Dessert nach einem üppigen Hauptgang.

Zutaten

  • 6-7 große Bio-Orangen
  • 1 Packung Puddingpulver mit echter Vanille
  • 3 EL Zucker
  • 250g Topfen (Quark)
  • 250g Obers (Schlagsahne)
  • 250g Rahm (saure Sahne)

Anweisungen

  1. Orangen auspressen. Fruchtfleisch dazugeben. Halben Liter abmessen. Orangensaft in einen Topf geben. 3 EL davon in einem Messbecher mit dem Vanillepuddingpulver versprudeln. Orangensaft aufkochen und die Pudding Mischung dann zusammen mit dem Zucker zum Orangensaft geben. Kurz unter Rühren weiter kochen, dann vom Herd nehmen und auskühlen lassen.
  2. Obers steif schlagen. Topfen und Rahm mit einem Drittel des kalten Orangenpuddings und geriebenen Orangenschalen vermischen. Hälfte des Obers unterheben. Eventuell noch zuckern.
  3. Weiße Creme in Gläser füllen. Restlichen Orangen-Pudding darübergeben und mit dem übrigen Obers und den geriebenen Orangenschalen dekorieren.

Ein Kommentar zu “Fruchtig leichtes Orangen-Topfen-Dessert

  1. Ein anderer alter Name von Schmand ist Schmetten, von dem auch das Wort Schmetterling (eigentlich Schmettenling, engl. Butterfly) abstammen soll. Erklärt wird das überraschend einstimmig mit einem „Volksglauben“, wonach Hexen in Schmetterlingsgestalt Rahm und Milch stehlen sollen, besonders in Raunächten, aus vor die Haustür gestellten Schüsseln. Die Quellen scheinen sich irgendwo im rahmweißen Nebel der Vergangenheit zu verlieren und hinterlassen den Eindruck, als habe einer vom anderen abgeschrieben. Sicher ist, dass unsere häufigsten Schmetterlinge weiß wie Rahm daherkommen, manche mit einem gelblichen Stich wie Butter.

    Das leckere Orangen-Topfen-Dessert erinnert im Aussehen übrigens an das Männchen des Aurora-Falters. 😉

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