Bauernkrapfen

Krapfen dürfen am Faschingsdienstag auf keinen Fall fehlen! Frisch gemacht und noch lauwarm schmecken sie einfach am besten.

Daher werden wir heute – wie jedes Jahr –  wieder fleißig schleifen, ziehen, gehen und stauben…

Bauernkrapfen, oder auch auf tirolerisch Kiachl, wurden früher hauptsächlich in der Erntezeit und zu hohen Festtagen, besonders zur Kirchweih gebacken.

Ach ja, und in der Mitte muss der Bauernkrapfen so dünn sein, dass man einen Liebesbrief durch ihn hindurch lesen kann! Dann sind sie in der Mitte wunderbar knusprig und rundherum himmlisch flaumig


Zuerst mal einen süßen Germteig mit etwas Rum herstellen. Angeblich nimmt er dann nicht so viel Fett auf. Wie auch immer, Rum schadet nie.

Je öfter der Krapfenteig aufgeht, umso feinporiger und geschmeidiger wird er!

Zu gleich großen Kugeln (32 kleine Bauernkrapfen oder 16 große) schleifen und zugedeckt noch einmal ca. 30 Minuten gehen lassen.

Das Schleifen ist der Vorgang, wenn aus dem Krapfenteig ein runder, schöner Faschingskrapfenteigling entsteht. Mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen wird der Teig mit der Hand gerollt, bis daraus eine Kugel mit glatter Oberfläche entsteht.

Kein Mehl zum Stauben verwenden, denn das würde im Fett verbrennen. Deshalb Teiglinge auf einem Geschirrtuch ablegen.

Teigkugel flach drücken und in der Mitte auseinander ziehen, bis man, wie schon erwähnt, einen Liebesbrief durch den Teig lesen kann (und wo nehm ich den jetzt her?).

Die optimale Temperatur zum Frittieren ist 170 Grad. Zur schnellen Ermittlung der Temperatur kann ein Thermometer (aus dem Baumarkt) verwendet werden. Alternativ kann man auch ein Holzstäbchen in das heiße Öl halten – sobald entlang des Holzstabs Bläschen aufsteigen, ist die optimale Temperatur erreicht.

Die Bauernkrapfen in das heiße Fett geben. Mit einem Löffel sofort etwas Fett darübergießen. Es bildet sich ein „Gupf“. Wenn eine Seite goldgelb gebacken ist, vorsichtig umdrehen und auf der zweiten Seite ebenso goldgelb backen.

Beim Backen im Fett sollte der charakteristische weiße Rand entstehen.

Zum Schluss noch Marmelade (mit Rum 😉 draufgeben und Staubzucker darüber sieben. Hurra! Fertig zum Reinbeißen! Also wir haben jetzt einen verräterischen weißen Schnurrbart… ihr auch? :).

4 Kommentare zu „Bauernkrapfen

  1. Ach, ich dachte immer, die Delle im Krapfen macht die Bäuerin mit ihrem Knie. So wie die Grammelknödel in der Achselhöhle rund gewuzelt werden…

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