Zucchini Rollgersten-Risotto mit halbgetrockneten Tomaten

Die Gerste war einst das Essen der griechischen Philosophen, dann der römischen Gladiatoren und schließlich die Speise der Armen. Heute ist sie ziemlich in Vergessenheit geraten. Schade eigentlich! Wir ändern das heute.

Die Gerste (Hordeum vulgare) zählt zu den Süssgräsern und gilt als das älteste Getreide, das vom Menschen kultiviert wurde. Sie wurden schon vor 7000 v.Chr. in Äthiopien und Südostasien angebaut.

Nach Platon war die Gerste die Speise der Philosophen, weil sie angeblich kluge Gedanken fördert. Sowohl die griechischen Olympioniken als auch die römischen Gladiatoren aßen gerne Gerste, um ihre Kraft und Ausdauer zu erhöhen. Also wenn das keine Gründe sind, um öfter Gerste zu essen!

Die Gerste wird heute bevorzugt als Tierfutter oder für die Herstellung von Bier genutzt. Da sie sich schlecht zum Backen eignet, wurde sie von anderen Getreidearten verdrängt. Sie hat aber einige Vorteile gegenüber dem Weizen.

Rollgerste enthält eine größere Menge an Kalium, Phosphor und Magnesium. Kalium unterstützt die Aktivität der Muskeln und spielt eine wichtige Rolle für einen normalen Blutdruck. Gerste stellt außerdem eine gute pflanzliche Eiweissquelle dar.

Und noch ein Pluspunkt gegenüber dem Risotto-Reis: Rollgerste wächst vor unserer Haustüre in Österreich.

Deshalb gibt es heute bei uns ‚Gerstotto‘. Die Gerstenkörner behält sehr lange ihren Biss, perfekt für Risotto. Ausserdem mögen wir das Mundgefühl, wenn man auf die Gerstenkörner beißt. Unser Urteil: cremig wie ein Risotto, aber mit etwas mehr Biss, auch, wenn es ein paar Minuten steht. Super!

Für das Rollgerstenrisotto Zwiebel in Öl glasig dünsten, Rollgerste dazu und kurz anschwitzen. Mit Weißwein (ca halbes Glas oder auch mehr) ablöschen und einkochen lassen. Dann einen Schöpfer heiße Suppe dazu und fest rühren. Wenn die Flüssigkeit weg ist, den nächsten Schöpfer, usw. Immer fleißig rühren! Ganz zum Schluss den Parmesan unterrühren.

Tipp: Erst kurz vor Ende, die Zucchini Würfel dazugeben. Dann werden sie nicht so matschig zerkocht.

Tipp: Wir geben keine Butter dazu und auch kein Schlagobers, sondern ein Kräuteröl! Wir mischen zwei Hände voll klein geschnittener Kapuziner Kresseblätter mit dem leckeren kroatischen Olivenöl und salzen noch ein wenig. Die Hälfte mischen wir unter das Risotto, die andere behalten wir für das Topping.

Dazu gibt es halbgetrocknete Mini-Tomaten. Pomodoro semi secchi. Himmlisch!

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