Tiroler Kaspressknödel

Was macht ihr, wenn euch Weißbrot, Semmeln und Co vom Vortrag übrig geblieben sind? Zum Beispiel, wenn ihr die Kümmel-Kuss-Weckerl doch nicht alle sofort verputzt habt?

  • A) wegwerfen (denkt nicht mal dran!)
  • B) an die Hühner verfüttern (aber was, wenn ihr nur vier Katzen habt?)
  • C) leckere Kaspressknödel daraus zaubern

Genau, also C). Am Ende des Beitrags findet ihr wie immer das Rezept für für unsere herrlichen Kaspressknödel.

Milch oder Suppe?

Mit Milch

  • milder und runder im Geschmack
  • etwas saftiger und weicher
  • passt sehr gut, wenn der Käse schon würzig ist
  • klassisch für viele Knödelmassen

Mit Suppe oder Brühe

  • herzhafter und würziger
  • schmeckt etwas deftiger
  • kann die Masse etwas salziger machen
  • gut, wenn der Käse eher mild ist oder du mehr Aroma willst

Ach ja: eigentlich gehört in echte Tiroler Kaspressknödel Graukäse (schaut mal bei unseren Graukäse Risotto mit Salbei vorbei). Ein besonders magerer und dabei sehr intensiver Sauermilchkäse. Die Tiroler (und wir!) lieben ihn, der Rest der Welt hat keine Ahnung von seiner Existenz. Zugegeben, er ist nicht jedermanns Sache. Sehr speziell schmeckt und vor allem riecht er.

Wir haben aber leider nicht immer Graukäse zur Verfügung, denn der ist außerhalb der Alpenregion schwer zu bekommen. In manchen Rezepten wird vorgeschlagen, man möge ihn doch im Internet bestellen. Niemals! Fahrt bei nächster Gelegenheit nach Tirol, wandert auf eine Alm mit glücklichen Kühen und holt euch dort ein Stück Graukäse. Die Alm findet ihr auch mit geschlossenen Augen, einfach der Nase nach. Ihr werdet sehen, kein Vergleich!

Wir haben also stattdessen heute mal einen würzen Bergkäse verwendet. Auch lecker!

Tipp: Kaspressknödel lassen sich wunderbar einfrieren und in der heißen Suppe auftauen. Deshalb machen wir immer die doppelte Menge und haben dann für die nächste Suppe immer eine Einlage parat.

Kaspressknödel

  • Schwierigkeit: easy
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Kaspressknödel sind eine der besten Arten, altes Brot in etwas richtig Gutes zu verwandeln. Außen goldbraun und knusprig, innen weich, würzig und wunderbar käsig, passen sie sowohl als Einlage in eine klare Suppe als auch zu Salat mit Kürbiskernöldressing. Klassisch werden sie in Tirol oft mit Graukäse gemacht, aber auch mit würzigem Bergkäse gelingen sie hervorragend.

Zutaten

  • 400 g Knödelbrot oder altbackenes Weißbrot
  • 300 ml – 400 ml Milch (je nach Trocknungsgrad des Brotes)
  • 200 g – 300 g würziger Käse, z. B. Bergkäse oder Graukäse
  • 3 Eier
  • 2 Zwiebeln
  • 2 bis 3 EL gehackte Petersilie
  • Salz nach Geschmack
  • 3 bis 4 EL Mehl
  • Öl oder Butterschmalz zum Braten

Anweisungen

  1. Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Den Käse in kleine Würfel schneiden oder grob reiben und zum Brot geben.
  2. Die Zwiebeln fein würfeln und in etwas Öl goldgelb anrösten. Danach ebenfalls in die Schüssel geben.
  3. Milch und Eier verquirlen, mit etwas Salz würzen und zusammen mit der Petersilie über die Brot-Käse-Mischung gießen.
  4. Alles gut vermengen und etwa 30 Minuten ziehen lassen, damit das Brot die Flüssigkeit aufnehmen kann.
  5. Falls die Masse noch sehr weich ist, 3 bis 4 EL Mehl untermischen, bis sie sich gut formen lässt.
  6. Mit leicht angefeuchteten Händen Knödel formen und diese flach drücken.
  7. In einer Pfanne etwas Öl oder Butterschmalz erhitzen und die Kaspressknödel bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun und knusprig braten.
  8. Die Kaspressknödel heiß in einer klaren Suppe servieren oder mit Salat genießen.

2 Kommentare zu „Tiroler Kaspressknödel

  1. B) – ist eben Plan B, aber dafür frisch-abenteuerlich. Zum Plan gehören zwei weitere Katzen und drei Hühner. Eventuell mit ein paar Schafen gernieren …

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