Sommersalat

Herrliche Oliven, gegrilltes und eingelegtes Gemüse, verschiedene Käsesorten… mmmh! Was will man mehr? Salat aller Art ist natürlich auch immer als Vorspeise willkommen. Weitere Antipasti findet ihr hier.

Salat kann so viel mehr sein, als die obligate und langweilige Beilage zum Schnitzel. Für unseren Sommersalat braucht ihr Eichblattsalat, Rucola, Kirschtomaten, Paprika und Zwiebel in Ringe geschnitten. Dann wählt ihr einen oder mehrere Farbtupfer für euren Salat, um ihn geschmacklich und optisch spannend zu machen. Das Ganze also mit Obst wie Brombeeren, Pfirsichspalten und essbaren Blüten dekorieren.

Abschließend Käsestücke, wie Mozzarellabällchen, Burrata und Ziegenkäse darüber verteilen und der Salat ist fast fertig. Fast…

Ganz wichtig ist jetzt noch das Dressing. Fertige Salatdressings kommen meist mit unnötiger Plastikverpackung und fragwürdigen Zutaten daher. Dabei geht es ganz einfach:

Die Basis für ein leckeres Dressing sind immer drei Teile Öl und ein Teil Säure. So weit so richtig. Wir sind aber schon mal so frei und wandeln ein wenig ab, je nach Lust und Laune. Im Sommer haben wir mehr Verlangen nach Säure und daher verschieben wir das Mischungsverhältnis auch gerne mal auf 1:1. Aber Achtung: weniger Öl als Essig funktioniert für diese Art von Dressing nicht, es schmeckt einfach nicht mehr. Der Grad zwischen zu ölig und zu sauer ist sehr schmal!

Öl: wir lieben Olivenöl, aber auch Leinöl, Kürbiskernöl oder Walnussöl. Säure: Das kann Essig, Zitronensaft oder Apfelessig sein. Diese Säure-Öl-Basis könnt ihr nach Wunsch mit Kräutern, Knoblauch, Ingwer oder ähnlichem verfeinern.

Ganz wichtig ist nun der Emulgator, damit sich Öl mit dem Essig verbindet. Wir empfehlen Senf. Senf liefert eine Menge Geschmack und das Dressing wird wunderbar cremig. Joghurt würde auch funktionieren. Als Emulgator kann aber auch Eigelb dienen, bzw. das Lecithin im Eigelb. 1 Eigelb emulgiert bis zu 1/4 l Öl. Wenn ihr Keime wie Salmonellen fürchtet, dann nehmt einen gekochten Dotter (aber bei ganz frischen Eiern dürfte es kein Problem geben und die Essigsäure erledigt den Rest ;).

In Gastrobetrieben verwenden sie übrigens meist Stärke (Maizena) als Emulgator. Einfach Wasser mit Stärke aufkochen und dann die restlichen Zutaten dazu. Hält eine Woche im Kühlschrank. Aber schmeckt es mit Stärke dann noch genau so? Wir finden nicht, es schmeckt ’schwerer‘ und ’schleimiger‘.

Tipp: Damit Salat und Dressing harmonisch zusammenfinden, solltet ihr die Salatblätter gründlich trocken schleudern. Sonst perlt das Dressing ab und das wäre schade.

Wir verwenden für unseren Salat 3 Esslöffel Olivenöl, 3 Knoblauchzehen gepresst, 2 Esslöffel weißen Balsamico Essig, 1 Esslöffel Zitronensaft, 1 Esslöffel Senf, 1 Teelöffel Honig, Salz und Basilikum. Alles gut mit dem Schneebesen vermischen bis eine cremige Konsistenz entsteht. Dressing über den Salat träufeln.

Was ist eigentlich Aceto balsamico? Das Original stammt aus der italienischen Provinz Modena und wird dort aus weißen Weintrauben hergestellt. Nach langem Einkochen und jahrelanger Lagerung in Holzfässern ist der echte Balsamessig fertig.

Und Condimento bianco? Dieser wird aus Weißweinessig und Traubenmostkonzentrat hergestellt und behält die helle Färbung, da er bei niedrigeren Temperaturen eingedickt wird. Dieser Essig färbt daher die gewürzten Speisen nicht dunkel, schmeckt aber genauso fantastisch!

Tipp: Durch den Honig wird die Spitze der Säure gekappt, das Dressing schmeckt noch intensiver (aber nicht süß!) und gleichzeitig funktioniert er auch als Emulgator. Honig ist eine großartiges Mittel, um alle Zutaten geschmacklich zu verbinden!

Tipp: Zitrusfrüchte wie Grapefruit, Limetten oder Zitronen sorgen für eine fruchtig-spritzige Note.

Tipp: Ein zusätzlicher Esslöffel von Kürbiskernöl kann das Dressing komplett verändern. Es schmeckt unglaublich aromatisch und trotzdem nicht dominierend nach Kürbiskernöl, falls man das gerade nicht möchte.

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