Käsespätzle mit Endiviensalat

Eine klassische Vorarlberger Spezialität, die aber überall in Österreich gerne gegessen wird: Käsespätzle. Auf keiner Schihütte fehlt dieses herzhafte Gericht und auch wir finden Käsespätzle echt spitze.

Für die Nockerl aus Mehl, Eier, Milch und Salz einen glatten, zähflüssigen Teig anrühren und so lange schlagen, bis er Blasen wirft. Ihr könnt eine Küchenmaschine verwenden, oder, so wie wir, einfach mit der Hand und dem Kochlöffel den Teig so lange schlagen bis die rechte Hand weh tut. Dann mit der linken Hand weiterschlagen – Muskelkater am nächsten Tag inbegriffen. So hat es uns schon unsere Großmutter gelernt.

Dann einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser sprudelt, das Nockerlsieb darüberlegen und den Teig portionsweise einfüllen und Nockerl ins Wasser schaben. Unsere Großmutter hat die Spätzle noch mit Holzbrett und Messer gemacht, aber das ist uns dann doch zu aufwändig ;).

Tipp: Wenn die Nockerl oben schwimmen, sind sie fertig und können abgeschöpft werden. Die fertigen Nockerl dann in Butter und glasig gebratenen Zwiebelwürfel schwenken und ganz viel geriebenen Käse darunter heben. Der Käse schmilzt sofort zwischen den heißen Nockerl. Im Rohr überbacken braucht man daher nicht, denn das trocknet die Spätzle nur aus. Wir wollen ja dieses Mal keine Mac and Cheese machen, sondern das österreichische Pendant dazu. Obers finden wir übrigens bei diesem Gericht auch überflüssig, aber das ist Geschmackssache.

Ganz wichtig sind bei diesem Gericht die Röstzwiebel! Um sie wirklich schön knusprig und innen noch ein wenig weich hinzubekommen, müsst ihr ein paar Dinge beachten. Die halben Zwiebelringe dürfen nicht zu fein, aber auch nicht zu dick geschnitten sein. Am besten 2-3mm. Einen Esslöffel Mehl und Paprikapulver darüberstäuben und vorsichtig miteinander vermischen (nicht quetschen, denn sonst tritt der Saft aus). In kleinen Portionen die Zwiebel in das heiße Fett geben und braun herausbacken, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Achtung: sie dunkeln nach!

Tipp: Nicht zu wenig Öl oder Butter verwenden und auch nicht allzu viel Hitze, denn sonst werden die Zwiebeln schwarz.

Tipp: In einem Schraubglas aufbewahrt halten sich die Röstzwiebel ca. 1-2 Wochen.

Tipp: Röstzwiebeln kann man nicht nur über Käsespätzle, sondern auch über Püree, Burger, Hotdogs und Zwiebelrostbraten streuen.

Und hier noch unser Rezept für Endiviensalat mit warmen Erdäpfeln und Kürbiskernöl, so wie ihn schon Oma zubereitet hat – unser Lieblingssalat!

Also, wenn ihr euch auch etwas Hüttenzauber in eure Wohnung holen wollt, empfehlen wir euch unsere Käsespätzle mit Röstzwiebel. Und danach träumen wir von einer schneebedeckten Almhütte in den Bergen, vom Spaziergang im Pulverschnee, vom Knistern im Kachelofen,… wir freuen uns schon auf den Winter!

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