Cremig, scharf, würzig und voller Umami! Diese Spicy Miso Ramen sind genau das Richtige, wenn man Lust auf eine richtig gute japanische Nudelsuppe hat, aber keine drei Stunden in der Küche stehen möchte.
Die orange-rote Brühe schmeckt herrlich intensiv, obwohl sie auf einer ganz einfachen Gemüsebrühe basiert. Das Geheimnis? Misopaste, gerösteter Sesam, Ingwer, Knoblauch und eine ordentliche Portion Chili-Crisp. Dazu gibt es Ramen-Nudeln, knusprig gebratenen Tofu, Pilze, Edamame und ein wachsweiches Ei.
Und wer es lieber vegan mag, lässt das Ei einfach weg. An Geschmack fehlt es dieser Suppe garantiert nicht!
Was macht Spicy Miso Ramen so besonders?
Ramen stammen ursprünglich aus Japan und sind dort längst mehr als nur eine einfache Nudelsuppe. Es gibt unzählige Varianten mit unterschiedlichen Brühen, Nudeln und Toppings.
Bei Miso Ramen sorgt fermentierte Sojabohnenpaste für den typischen herzhaften Geschmack. Miso liefert jede Menge Umami – also jene würzige Geschmackstiefe, die eine gute Suppe so unwiderstehlich macht.
Unsere Variante ist von japanischen Miso Ramen inspiriert, allerdings deutlich unkomplizierter. Statt eine Brühe stundenlang auszukochen, verwenden wir kräftige Gemüsebrühe und verfeinern sie mit Miso, Sesampaste und Chiliöl.

Das Geheimnis der cremigen Ramen-Brühe
Für diese Ramen brauchen wir weder Obers noch Kokosmilch. Die Cremigkeit entsteht durch Tahin oder japanische Sesampaste.
Besonders gut eignet sich japanische Sesampaste, die häufig aus geröstetem Sesam hergestellt wird und ein wunderbar nussiges Aroma besitzt. Tahin funktioniert ebenfalls, schmeckt je nach Sorte allerdings etwas herber.
Zusammen mit der Misopaste entsteht eine cremige, würzige Brühe, die wunderbar an den Nudeln haftet.
Mein Tipp: Miso erst gegen Ende in die Suppe geben und nicht mehr kräftig aufkochen. So bleiben die feinen Aromen besser erhalten.
Welche Toppings passen zu Spicy Miso Ramen?
Das Schöne an Ramen ist, dass man bei den Toppings wunderbar kreativ sein kann. Besonders gut passen:
- Knuspriger Tofu: Sorgt für zusätzliches Eiweiß und einen schönen Kontrast zur cremigen Brühe.
- Shiitake oder Champignons: Bringen kräftige Röstaromen und noch mehr Umami.
- Edamame: Die grünen Sojabohnen sorgen für Frische und etwas Biss.
- Frühlingszwiebeln: Geben der Suppe eine angenehme Schärfe.
- Wachsweiches Ei: Ein Klassiker auf vielen Ramen-Bowls.
- Chili-Crisp: Für alle, denen es gar nicht scharf genug sein kann.

Meine Tipps für richtig gute Ramen
Die Nudeln separat kochen. So geben sie nicht unnötig Stärke an die Brühe ab und werden nicht matschig.
Die Pilze kräftig anbraten. Besonders Shiitake entwickeln dadurch ein herrlich intensives Aroma.
Mit der Schärfe vorsichtig beginnen. Chili-Crisp kann je nach Hersteller sehr unterschiedlich scharf sein. Lieber zunächst etwas weniger verwenden und später nachwürzen.
Ramen sofort servieren. Die Nudeln saugen die Brühe schnell auf. Deshalb erst kurz vor dem Essen alles in den Schüsseln zusammenstellen.
Und noch etwas: Ramen darf man schlürfen. In Japan ist das ganz normal – und bei einer so guten Suppe sowieso kaum zu vermeiden.

Noch mehr Lust auf japanische Küche?
Zu diesen Spicy Miso Ramen passen auch selbst gemachte Gyoza ganz wunderbar. Die kleinen japanischen Teigtaschen lassen sich mit Gemüse, Ingwer, Schnittknoblauch oder Tofu füllen und sind eine köstliche Ergänzung zur würzigen Nudelsuppe.

Unsere Ramen-Inspiration aus Kyoto
Vor ein paar Wochen waren wir in Japan und haben uns in Kyoto durch die wunderbare Welt der Ramen geschlürft. Diese herrlich würzige Nudelsuppe haben wir in Nishidaimonjicho gegessen – mit einer kräftigen orange-roten Brühe, frischen Frühlingszwiebeln, feinen Nudeln und jeder Menge Geschmack.
Genau solche Ramen haben uns zu unserem eigenen Rezept inspiriert. Natürlich ist unsere Version keine exakte Kopie des japanischen Originals, sondern eine unkomplizierte Variante für zu Hause. Mit Miso, Sesampaste und Chili-Crisp versuchen wir, dieses wunderbar intensive Aroma einzufangen.
Noch mehr Lust auf Japan?
Besonders angetan haben es uns die japanischen Glückskatzen, die sogenannten Maneki-neko. Sie sollen Glück und Wohlstand bringen. Und weil man Glück bekanntlich immer brauchen kann, haben wir die kleinen Katzen kurzerhand in unserer Küche nachgebacken: als knusprige Butterkekse in Glückskatzenform. Ob sie tatsächlich Glück bringen, wissen wir nicht. Aber sie schmecken jedenfalls hervorragend!
Wer lieber bei herzhaften japanischen Gerichten bleibt, sollte auch unsere gebratenen Udon-Nudeln mit Paprika, Pilzen und Miso ausprobieren. Schnell gemacht, wunderbar würzig und ebenfalls voller Umami.
Spicy Miso Ramen – cremig, scharf und voller Umami

Kräftig, cremig, scharf und voller Umami: Diese Spicy Miso Ramen kommen ganz ohne stundenlang gekochte Brühe aus. Miso, Sesam, Sojasauce und Chili machen aus einer guten Gemüsebrühe in kurzer Zeit eine wunderbar intensive Suppe.
Für die Cremigkeit sorgt Tahin oder, noch besser, japanische Sesampaste. Dadurch braucht die Brühe weder Sojamilch noch Obers.
Tipp: Miso sollte nicht längere Zeit sprudelnd kochen. Die Paste deshalb mit etwas heißer Brühe glatt rühren und erst gegen Ende in die Suppe geben.
Für die vegane Variante einfach die Eier weglassen. Bei Misopaste, Chili-Crisp und Nudeln auf rein pflanzliche Zutaten achten.
Zutaten
- 500–600 g frische Ramen-Nudeln
- 1,5 l kräftige Gemüsebrühe
- 400 g fester Tofu
- 4 Eier (optional)
- 250 g Pilze, z. B. Shiitake oder braune Champignons
- 150 g Edamame, geschält
- 4 Frühlingszwiebeln
- 2 EL neutrales Öl
- 2 Knoblauchzehen
- 4–5 cm frischer Ingwer
- 5 EL helle oder rote Misopaste
- 3–4 EL Tahin oder japanische Sesampaste
- 2 EL Sojasauce
- 2 TL Reisessig
- 2 TL Zucker
- 2–3 EL Chili-Crisp oder Chiliöl, nach Geschmack
- 1–2 TL geröstetes Sesamöl
- 1 EL Sesam
Anweisungen
- Eier nach Wunsch etwa 6 1/2–7 Minuten kochen, kalt abschrecken und vorsichtig schälen.
- Tofu gut trocken tupfen und in Würfel schneiden. Pilze in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln fein schneiden und den hellen und grünen Teil voneinander trennen. Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Etwas neutrales Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Tofu darin rundherum kräftig goldbraun anbraten und anschließend beiseitestellen.
- Restliches Öl in derselben Pfanne erhitzen und die Pilze bei hoher Hitze goldbraun braten. Ebenfalls beiseitestellen.
- In einem großen Topf die hellen Teile der Frühlingszwiebeln mit Knoblauch und Ingwer kurz in Öl anschwitzen. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Sojasauce, Reisessig und Zucker einrühren und etwa 5 Minuten sanft köcheln lassen.
- Misopaste und Sesampaste in einer Schüssel mit etwa 200 ml der heißen Brühe gründlich glatt rühren. Die Mischung zurück in den Topf geben. Ab jetzt die Brühe nur noch erhitzen und nicht mehr kräftig kochen.
- Chili-Crisp und geröstetes Sesamöl einrühren. Abschmecken. Für eine kräftigere Brühe noch etwas Miso oder Sojasauce, für mehr Schärfe zusätzlich Chiliöl dazugeben.
- Edamame in der heißen Brühe 2–3 Minuten erwärmen.
- Ramen-Nudeln separat nach Packungsanleitung kochen, gut abtropfen lassen und auf vier große Schüsseln verteilen.
- Die heiße Miso-Brühe darübergeben. Gebratenen Tofu, Pilze, Edamame und nach Wunsch halbierte Eier darauf verteilen.
- Mit den grünen Frühlingszwiebeln, Sesam und etwas zusätzlichem Chili-Crisp garnieren und sofort servieren.
